Max von der Grün wird in der heutigen Wahrnehmung meist auf den Verfasser von Romanen und Erzählungen (allen voran: Vorstadtkrokodile) reduziert. Dabei geraten große Teile seines Werks aus dem Blick, obwohl sie die zeitgenössische Rezeption mindestens ebenso geprägt haben. Max von der Grün fertigte seit Mitte der 1960er-Jahre über zwanzig → Rundfunk-Reportagen, wie z. B. 1982 → „Wo die Halden blühen“, und schrieb Drehbücher für Fernsehdokumentationen und Fernsehfilme.
Zahlreiche seiner Romane und Erzählungen wurden, z. T. unter seiner Mitwirkung, verfilmt, z. B. → Späte Liebe mit Ehmi Bessel und Karl Maria Schley (1978) oder Flächenbrand mit Manfred Krug und Horst Frank (1981). Zweimal begab er sich, zusammen mit Hans Dieter Schwarze, aufs Theater und erstellte das Skript für ein Bühnenstück: → Notstand oder das Straßentheater kommt (1969), Der Radweltmeister (1971). 1988 wurde die Ruhrgebiets-Oper → Brot und Spiele uraufgeführt: Komponist war Günter Wiesemann, Max von der Grün hatte das Libretto geschrieben.
Fotografie und bildende Kunst fanden an unterschiedlichen Stellen Eingang in Max von der Grüns Werk: Zahlreiche seiner ‚kleinen‘ Werke enthalten eindrucksvolle Zeichnungen, wie z. B. die Erzählung → Urlaub am Plattensee, veröffentlicht 1970 vom Verlag Eremitenpresse, mit Grafiken von Pierre Kröger. Zwei Fotobände mit Texten von Max von der Grün entstanden um 1980: Unsere Fabrik (1979) mit dem Fotografen Oren Schmuckler, Maloche (1982) mit der Fotogruppe Antrazit und dem Designer Hartmut Brückner. Das Jugendbuch Vorstadtkrokodile (1976) ist ausgestattet mit einem Umschlag und weiteren Zeichnungen des Grafikdesigners Heinz Edelmann, der international durch die grafische Gestaltung des Beatles-Films Yellow Submarine Berühmtheit erlangt hatte.