In der Welt gelesen

Der Faszination fremder Länder und Kulturen kann sich kaum jemand entziehen. Man kann sie bereisen, man kann sie aber auch über ihre Literatur entdecken. Engagierte Übersetzer und Verlage sorgten dafür, dass Menschen überall in der Welt mit Max von der Grün vom Leben in der Bundesrepublik erfuhren.

Der Verein „Inter Nations“ (er bestand 1952–2000) hatte 1969 eine Gruppe von Übersetzern in die Bundesrepublik eingeladen. Sie trafen sich auf ihrer Reise in Dortmund in der → Rheinisch-Westfälischen Auslandsgesellschaft mit Max von der Grün und weiteren Mitgliedern der Dortmunder Gruppe 61. Die Arbeiten der Gruppe fanden besonders in Osteuropa Anklang und Eingang in die dort erscheinenden → Anthologien zur Gegenwartsliteratur.

In einer langen Liste → „soweit ich die Ausgaben finden konnte“ stellte Max von der Grün die ausländischen Verlage zusammen, auf 18 verschiedene Länder kam er dabei.

Die → Buchcover waren meist bunt und originell gestaltet. Japanische, thailändische oder hebräische Titel muten exotisch an und sind nicht unbedingt auf den ersten Blick zu identifizieren.

In Lettland freute man sich über die Zustimmung von der Grüns zur → lettischen Ausgabe von Flächenbrand (1983).

Bürokratische Klippen und sprachliche Hürden waren zu überwinden. Die sowjetische Ausgabe von Die Lawine war in„einigen Stunden“ vergriffen, schreibt der Übersetzer Wladimir Stejensky. Dieses Buch ist heute nur noch in Moskau sowie in Marbach und Heidelberg erhalten.