Ganz Privat

Hinter die Kulissen zu schauen und berühmte Leute mal ganz alltäglich zu erleben, ist beim Publikum beliebt.

In analogen Zeiten diente ein → Fragebogen des FAZ-Magazins dazu, solche Einblicke zu gewinnen. Max von der Grün stellte sich dieser Herausforderung 1985. Ob er wirklich Lust hatte, tiefschürfend zu antworten?

Max von der Grün war gern gesellig unterwegs: Ein gepflegtes → Bier am Tresen und viele meinungsstarke Diskutanten drumherum: Nicht zuletzt hier fand er die Vorbilder für seine Romane und Erzählungen. Auch das → Wintergrillen zusammen mit seiner Frau Jennifer und einem Freund scheint ihm Spaß gemacht zu haben.

Er liebte das → Rauchen, erst als Zigaretten-Kettenraucher, dann kam die Pfeife. Diese brachte ihm sogar eine Ehrung ein: Das Dortmunder Tabak-Pfeifen-Kollegium e.V. verlieh ihm 1991 in der Nachfolge des damaligen Dortmunder Oberbürgermeister Günter Samtlebe den Titel → Pfeifenraucher des Jahres.

Seine Leidenschaft galt dem → Autofahren. Nicht im ersten Anlauf erfolgreich, aber schnell ging es doch 1963 mit der Fahrprüfung: am 5. März angemeldet in der Fahrschule, am → 11. März Irrlicht und Feuer fertiggestellt und Führerschein beantragt, am 3. April durchgefallen, am 7. Mai bestanden und auch gleich ins Sauerland losgefahren. Leider bot das Jahr kein ungetrübtes Autofahrerglück: Schon am 1. Juni verunglückte er mit seinem Auto und musste sich einen neuen Wagen besorgen. Im höheren Lebensalter kam dann auch das Fahrrad vermehrt in Gebrauch.

Immer wieder eine  Katze und der  Garten, erst als Notwendigkeit im Alltag und dann als Erholungsort, gehörten zu seinem Leben.